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Mehr ausländische Patienten für deutsche Kliniken?

Ausländische Patienten sind in jeder deutschen Klinik gern gesehen. Doch die Anzahl dieser Patienten ist in vielen Kliniken rückläufig. Gründe dafür gibt es viele. Der wichtigste Grund, die Konkurrenz aus den USA, Israel und Südkorea.

Was machen diese Klinken besser?

Warum entscheiden sich immer mehr Patienten gegen Deutschland?

Die Antwort liegt klar auf der Hand. Südkoreanische-, Israelische- und US-Kliniken investieren horrende Beträge in Online-Marketing, Service und Entwicklung.

Beispiele

So ist es zum Beispiel bei Google-Werbekampagnen, gängige Praxis, sogar die Kunden abzuwerben, die speziell nach einer Behandlung in Deutschland oder der Schweiz suchen. 

Natürlich bekommt der Kunde auch die deutschen Kliniken bei Google angezeigt. Doch auf den ersten Rängen stehen meistens die Werbekampagnen der Kliniken aus den oben genannten Staaten.

Diese Kliniken machen nicht nur gute Werbung, sie kümmern sich auch stark um die Belange der Patienten. Sie sind bemüht Sorgen und Ängste der Patienten bereits im Vorfeld abzubauen. Sie bieten transparente Festpreise und ein großes Spektrum an Zusatzdienstleistungen. Und sie kümmern sich auch nach dem Klinikaufenthalt um die Patienten.

Neue Erkenntnisse aus der Forschung und innovative Behandlungsmethoden werden in das Marketing eingebunden und den Patienten anschaulich erklärt.

Kann der Patient den gesamten Betrag für die Behandlung nicht selbst aufbringen, so werden diese Kosten, mit Unterstützung der Klinik, über eine Kreditgesellschaft oder eine Versicherungsgesellschaft geregelt.

Was können deutsche Kliniken unternehmen um dem Abwärtstrend entgegenzuwirken?

Diese Frage ist ebenfalls schnell beantwortet. Die Kliniken können folgendes tun:

  1. Die Patienten müssen von Anfang an weniger Hürden überwinden müssen.
  2. Die Klinik sollte, bestenfalls in der Muttersprache der Patienten, schriftlich wie telefonisch erreichbar sein.
  3. Es sollten keine unnötigen Unterlagen angefordert werden.
  4. Die Patienten sollen eine schnelle Antwort auf Ihre Anfragen bekommen.
  5. Es sollen keine unnötigen Zusatzfragen gestellt und/oder keine unnötigen Zusatzunterlagen angefordert werden.
  6. Notfälle sollen schnell und unkompliziert bearbeitet werden können.
  7. Die Abläufe in der Klinik, sollen den Patienten klar, verständlich, bildhaft und ohne Fachchinesisch erklärt werden.
  8. Um Berührungsängste mit den Kliniken und Ärzten anzubauen, sollen sich die Ärzte in einzelnen Videos kurz vorstellen und über den Werdegang und die Spezialgebiete erzählen.

Um noch auf das Thema Geld zu sprechen zu kommen.

Die Beträge, die die ausländischen Patienten für Ihre Behandlungen hier, in Deutschland, auf den Tisch legen müssen, sollten sich nicht so extrem von Klinik zu Klinik unterscheiden dürfen.

Der Patient darf nicht das Gefühl bekommen, für etwas bezahlt zu haben, was er tatsächlich nicht erhalten hat. Es muss nicht nach der Regel“underpromise and overdeliver“ gearbeitet werden. Hier ist es völlig in Ordnung und sogar erwünscht genau das zu bekommen wofür man auch bezahlt hat.

Vereinfacht gesagt, da wo Chefarzt draufsteht, sollte auch Chefarzt dahinterstecken.

Natürlich sollte auch in Entwicklung, Service und Marketing investiert werden.

Einige deutsche Arztpraxen und Kliniken haben bereits Online-Marketing und Storytelling für sich entdeckt.

Alexander Christiani (Christiani Consulting GmbH) erzählte in einem seiner Webinare, von einer großen Praxis, die €50.000 im Monat für modernes und innovatives Marketing ausgab bzw. ausgibt und damit in kürzester Zeit alle Konkurrenten überflügelt hat.

Aber €50.000 im Monat!?

Müssen es immer so hohe Beträge sein, um erfolgreich Marketing zu betreiben?

Nein.

So wurden zum Beispiel im Fall der Klinik Lemberger, anfangs nur kleine Beträge in Online-Marketing investiert. Und mit zusätzlichen €200 für Facebook-Werbung, wurden in kurzer Zeit: 150 neue Interessenten generiert, 50 neue Kunden gewonnen und €15.000 Umsatz erzielt.

Und das Rückenvital-Zentrum Bad Laer hat mit einer Story-Kampagne und 400€ Facebook-Budget: 170 Leads, 54 Neukunden und 80.000€ Umsatz generiert.

Sowohl kleine als auch große Kliniken können so an die Erfolge vergangener Jahre anknüpfen, dem Abwärtstrend entgegenwirken und für einen neuen Qualitäts- und Umsatzschub sorgen!